"ARCHITECTURE IS THE FRAME OF LIFE" (F. LL. WRIGHT)
 

 
 
 
 

LEISTUNGEN

 
 
 
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Burg Balduinseck    
 
Booking
Visualisierung und
Animation
   
Sicherung der Burg
Bericht Juli 2007
Bericht Mai 2009
Bericht August 2009
 


Balduinseck

Das Gerüst für steht und erste Ergebnisse der Voruntersuchungen wurden bei einem weiteren Abstimmungsgespräch aller beteiligter Fachleute in der letzten Woche diskutiert. Daran beteiligt sind Experten für Statik, Geologie, Flora und Fauna, Bauforschung, Steinkonservierung und Restaurierung sowie das Landesamt für Denkmalpflege.

Die schlimmen Befürchtungen bezüglich des Mauerwerkszustandes haben sich bestätigt, nachdem die Substanz der oberen Mauerwerksregionen jetzt vom Gerüst aus untersucht werden konnte. Die gesamte Mauerkrone befindet sich rundum in einem sehr kritischen Zustand. Große Mauerwerksteile verfügen über keinerlei Fugenmörtel mehr. Die Steine liegen praktisch nur noch lose aufeinander, ähnlich einer Trockenmauer.

Besonders die oberen Rundbogenstürze und Abtragungen sind hochgradig einsturzgefährdet. Ebenso liegen die noch vorhandenen Kragsteine aus Sandstein völlig frei, haben kaum Auflager und auch keine Auflast mehr. Diese schweren Steine können bei nur geringster Erschütterung herabfallen und stellen ebenfalls eine Gefahr für Leib und Leben dar.

Aus diesem Grund wurde der Zugang zur Ruine abgesperrt. Das Betreten des Geländes ist verboten und nur den Fachleuten vorbehalten.

Es gibt aber auch Positives zu berichten. So wurden im Bereich der Burg Orchideen und eine seltene Sauerampfer-Art beobachtet. Weiterhin bietet das Gemäuer Heimat für eine Population an Fledermäusen und einer Turmfalken-Familie, deren 6 Jungen sich in einer hochgelegenen Mauernische eingenistet haben.

Die Bauforscher erwarten sich von ihren Untersuchungen neue Erkenntnisse über die Baugeschichte der Burg. Bisher wurden zahlreiche Holzteile aus der Bauzeit entdeckt, die zu dendrochronologischen Datierungen herangezogen werden können. Darunter sind Teile eines hölzernen „Ringankers“ sowie Bretter im Bereich der Fensterstürze und eine Menge Rüsthölzer.

Nach Abschluss aller Untersuchungen werden bis Ende Juli dann ein Konzept und die Kosten für die Hauptmaßnahme vorliegen.

Buch im Juli 2007

Birger Boos